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Witherit

Witherite

Eine Art der Aragonite Group, Auch bekannt als Kohlensaurer Baryt

Witherit ist ein seltenes Barium-Carbonat, das orthorhombische Kristalle bildet. Diese Kristalle haben meist eine annähernd sechseckige Form. Sie sind farblos, weiß, grau oder gelblich. Die Kristalle sind spröde und leicht spaltbar. Sie fluoreszieren in UV-Licht bläulich-weiß. Dieses Mineral ist in kühlen Gang-Lagerstätten in Kalksteinen entstanden. Es ist giftig und wird dazu verwendet, Barium zu gewinnen, das man für Vakuumröhren und Zündkerzen braucht.

Härte
Härte:

3 - 3.5

Dichte
Dichte:

4.29 g/cm³

Allgemeine Informationen über Witherit

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Physikalische Eigenschaften von Witherit

Glanz
Glasglanz, Harzglanz
Transparenz
Transparent bis transluzent
Farben
Farblos, weiß, gräulich, hellgelb, farblos im Durchlicht
Magnetismus
Nicht-magnetisch
Zähigkeit
Spröde
Spaltung
Gut
Fraktur
Uneben
Strichfarbe
Weiß
Kristallsystem
Orthorhombisch
Härte
3 - 3.5 , Weich
Dichte
4.29 g/cm³, Offensichtlich schweres Gewicht
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Chemische Eigenschaften von Witherit

Chemische Klassifizierung
Karbonate
Formel
BaCO3
Aufgeführte Elemente
Ba, C, O
Häufige Verunreinigungen
Ca, Sr

Optische Eigenschaften von Witherit

Brechungsindex
1.529-1.680
Doppelbrechung
0.148
Pleochroismus
Keine
Optische Eigenschaften
Biaxial negativ

Gesundheitsrisiko von Witherit

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Was sind die Gefahren von Witherit?

Art des Schadens
Schwermetalle
Witherit Staub ist giftig, weil er Schwermetalle enthält Barium.
Der Naturforscher Dr. Leigh aus dem 18. Jahrhundert verzeichnete seine tödlichen Auswirkungen nach dem Tod der Frau und des Kindes eines Bauern. James Watt Jnr. experimentierte mit dem Mineral an Tieren und er zeichnete die gleichen tödlichen Eigenschaften auf. Bis zum 18. Jahrhundert verwendeten die Bauern in Anglezarke das Mineral als Rattengift.
Barium

Wie kann man den Risiken von Witherit vorbeugen?

Den Staub einatmen vermeiden!
In den Mund nehmen vermeiden!
Es ist ratsam, mit Witherit vorsichtig umzugehen, um Staubentwicklung zu vermeiden, und sich danach gründlich die Hände zu waschen. Tragen Sie beim Schneiden oder Polieren von Witherit eine Staubmaske, um das Einatmen von Schwermetallpartikeln zu vermeiden. Bewahren Sie Witherit in einem versiegelten Behälter an einem gut belüfteten Ort auf, fern von Kindern und Haustieren. Nehmen Sie Witherit niemals in den Mund, wenn Sie sich mit Kristallheilung beschäftigen.

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Seltenheit
Selten

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Eigenschaften von Witherit

Die Kristalle des Witherits sind farblos, (milchig)weiß oder grau mit gelegentlich blassgelbem, blassbraunem oder blassgrünem Stich. Ihre Strichfarbe ist hingegen immer weiß. Die Oberflächen der durchscheinenden bis durchsichtigen Kristalle zeigen einen charakteristischen glasartigen Glanz oder sind infolge von Anätzung matt. Auf Bruchflächen ist Witherit harz- oder fettglänzend. Witherit besitzt entsprechend diesem Glasglanz eine mittelhohe Lichtbrechung (nα = 1,529; nβ = 1,676; nγ = 1,677) und eine sehr hohe Doppelbrechung (δ = 0,148). Im durchfallenden Licht ist der zweiachsig negative Witherit farblos und zeigt keinen Pleochroismus. Witherit weist eine deutliche Spaltbarkeit nach {010} und zwei undeutliche Spaltbarkeiten nach {110} und {112} auf. Aufgrund seiner Sprödigkeit bricht das Mineral aber ähnlich wie Amblygonit, wobei die Bruchflächen uneben ausgebildet sind. Witherit besitzt eine Mohshärte von 3 bis 3,5 und gehört damit zu den mittelharten Mineralen, die sich wie das Referenzmineral Calcit (Härte 3) mehr oder weniger leicht mit einer Kupfermünze ritzen lassen. Die gemessene Dichte für Witherit beträgt je nach Autor 4,22 bis 4,31 g/cm³, die berechnete Dichte 4,24 bis 4,29 g/cm³. Witherit zeigt im langwelligen UV-Licht (365 nm) eine starke bläulichweiße Fluoreszenz, im kurzwelligen UV-Licht (254 nm) tritt eine mittelstarke bläulichweiße oder violettblaue Fluoreszenz auf. Zumindest ein Teil der Aktivität wird durch den Aktivator Eu verursacht, der für das Ba in das Kristallgitter eintritt. Die Phosphoreszenz des Minerals wurde bereits 1903 beschrieben. Sowohl im kurz- als auch im langwelligen UV-Licht ist eine starke bläulichweiße Phosphoreszenz zu erkennen. Witherit fluoresziert und phosphoresziert ebenfalls unter Röntgenstrahlung und Elektronenstrahlung (z. B. unter dem Elektronenstrahl der Mikrosonde). Das Mineral ist ferner auch thermolumineszent. Das Mineral löst sich bereits in verdünnter Salzsäure, HCl, unter lebhaftem Brausen vollständig auf, nicht jedoch in konzentrierter HCl. In verdünnter Schwefelsäure, H2SO4, ebenfalls leicht löslich unter sofortiger Ausfällung von Bariumsulfat. Witherit ist nur gering wasserlöslich und nicht hygroskopisch (wasseranziehend). Vor dem Lötrohr schmilzt Witherit zur Perle, brennt sich alkalisch und färbt die Flamme deutlich gelblichgrün. Mit Soda gemengt schmilzt er ebenfalls sehr leicht und zieht sich in die Kohle. Diese eingedrungene Masse gibt, auf Silberblech mit Wasser befeuchtet, keine Heparreaktion, sobald das Mineral und die Soda frei von Schwefelsäure sind.

Kulturelle Bedeutung von Witherit

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Verwendungsmöglichkeiten von Witherit

Witherit kann für Schmuck und Dekorationen, wie Anhänger, Ringe, Ohrringe und Armbänder verwendet werden. Er wird ebenfalls in der Industrie genutzt, und zwar fürs Drucken und Färben. Zu seinen weiteren technischen Anwendungen gehört die Enthärtung von Wasser für die Kesselspeisung.

Verbreitung von Witherit

Witherite Vorkommen umfassen: Cave-in-Rock, Illinois, USA; Pigeon Roost Mine, Glenwood, Arkansas, USA; Settlingstones Mine Northumberland; Alston Moor, Cumbria; Anglezarke, Lancashire und Burnhope, Grafschaft Durham, England; Thunder Bay, Ontario, Kanada, Deutschland und Polen (Tarnowskie Góry und Tajno in der Region Suwałki).

Etymologie von Witherit

Das Mineral wurde erstmals 1783 von William Withering, einem britischen Botaniker und Arzt, in einer Fußnote seiner Übersetzung der „Sciagraphia Regni Mineralis“ von Torbern Olof Bergman als Terra Ponderosa aërata genannt: „I have lately discovered a specimen of terra ponderosa aerata got out of a mine in this kingdom. It is very pure and in a large mass.“ Erstmals beschrieben wurde der Witherit 1784 ebenfalls von William Withering in den Philosophical Transactions of the Royal Society of London: Die Ansicht, dass Witherings Stufe nicht aus Alston Moore, sondern aus Anglezarke in Lancashire kommt, stammt von James Watt Jr. Dieser nannte es Aerated Barytes und schrieb: „Er [Withering] wurde jedoch hinsichtlich des Ortes, von dem die Stufe stammt, falsch informiert. Seiner Vermutung zufolge war das Alston Moore – nach meinem Wissen wurde solches Material dort aber nie gefunden. Seitdem hat er mir mitgeteilt, dass er glaubt, dass die Stufe aus der gleichen Mine von Anglezark stammt, die Gegenstand des vorliegenden Berichts ist.“ Die Autorität von Watt, das Vorkommen von Witherit in Alston Moor anzuzweifeln, ist fraglich, da dessen dortiges Vorkommen seit langem bekannt ist. Der Sinneswandel von Withering selbst bezüglich der Herkunft seines Materials scheint nur ein Glaubenswandel gewesen zu sein. Eine endgültige Lösung des Problems ist offensichtlich nicht möglich – die Annahme von Anglezark(e) als Typlokalität des Witherits ist jedoch deutlich fraglicher als die von Alston Moor. Bereits im Jahre 1789 hatte Abraham Gottlob Werner diese Substanz William Withering zu Ehren als Witherit bezeichnet. Ein Jahr später führte er dazu aus: „Ich habe auch in neuerer Zeit […] die vom Herrn Dr. Withering in England entdeckte neue Gattung des Schwererdengeschlechts, nämlich die mit Luftsäure gesättigte Schwererde, ihm als Erfinder und Untersucher zu Ehren, Witherit genannt …“ Der irische Chemiker Richard Kirwan hatte das Mineral 1794 als Barolith bezeichnet, der schottische Chemiker Thomas Thomson beschrieb es 1836 – ohne auf den längst bekannten und als eigenständiges Mineral etablierten „Witherit“ einzugehen – als Sulphato-Carbonate of Barytes. Typmaterial des Minerals ist ungeachtet der Erstbeschreibung durch Werner weder in der „Werner-Sammlung“ innerhalb der „Geowissenschaftlichen Sammlungen“ an der Technischen Universität Bergakademie Freiberg in Freiberg, Sachsen, Deutschland, enthalten noch definiert, wie auch ein Blick in den „Typmineralkatalog Deutschland“ zeigt.

Häufig gestellte Fragen

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